Mutter-Kind-Zentrum

Georgina

2008
Sie hatte keine Bleibe, da sie sich von ihrem Mann getrennt hat und wäre mit ihren 4 von 7 Kindern auf der Strasse gestanden. Die drei älteren Kinder blieben beim Vater.

Als sie zu uns kam, konnten wir in kurzer Zeit für sie Arbeit finden, die ihr Anfangs auch Spass machte, doch mit der Zeit wich die Freude der Bequemlichkeit.

Nach einigen Wochen ging sie nicht mehr zur Arbeit und schliesslich verschwand sie eines Nachts und liess die Kinder alleine bei uns zurück.

Es war ein Schreck für uns alle, die Kinder und auch uns. So übersiedelten wir die Kinder zu uns ins Haus, damit sie nicht alleine im anderen Gebäude waren. Inzwischen war es schon Herbst geworden und die Älteste musste zur Schule gehen, die beiden kleineren Brüder in den Kindergarten. Wir schrieben sie im Dorf in der Schule und im Kindergarten ein. So war nur der Kleine noch am Vormittag zu Hause mit den anderen Kleinen aus unserem Haus der Hoffnung.

Einige Monate ging es gut, doch sie brachten das Haus ordentlich durcheinander, denn Gehorsam und sich unterordnen haben sie alle vier nie gelernt gehabt. So kamen wir zu den Entschluss, dass es besser wäre, da auch keine Aussicht auf Adoption bei den vieren bestand, denn dazu willigte die Mutter nicht ein, dass sie in ein anderes Famileinhaus weitergehen sollten, wo Kinder in ihrem Alter waren, die nicht zur Adoption weitergingen sondern dort bleiben konnten, bis sie groß waren.

Wir fanden ein christliches Familienhaus, das gerade noch 4 Plätze frei hatte, so dass alle vier zusammen bleiben konnten. Die Mutter hat sich nach ihrem verschwinden noch zwei mal gemeldet, dann nie wieder.
Leider konnten wir mit Georgina nie über den Glauben sprechen oder sie zu Gottesdienste einladen, sie war von Anfang an dem gegenüber sehr ablehnend.

Wir dürfen aber weiterhin für sie beten, dass sie ihren Herrn und Retter Jesus Christus eines Tages kennen lernt.