Mutter-Kind-Zentrum

Simona

2010 bis 2010
Sie kam 2010, hoch Schwanger und mit ihren drei Töchtern (Diana, Emanuela und Martha) zu uns. Sie wusste selbst nicht in welchem Monat sie genau Schwanger ist weil sie noch nie beim Arzt deswegen. Simona hat in ihrer Ehe viel Gewalt erlebt, deshalb ist sie auch mit den Kindern weggelaufen.

Später starb Das Baby wenige Stunden nach der Geburt aufgrund von schwersten Behinderungen.

Sie fand eine Anstellung als Reinigungskraft im Spital. Über diesen ersten Schritt in die Selbständigkeit freuten wir uns sehr. Auch stieg ihr Selbstvertrauen und Simona blühte regelrecht auf. Während die Mutter arbeitet werden die drei Mädchen von uns mitbetreut.


Dieser neue Lebensabschnitt, als alleinerziehende in der Arbeitswelt tätig zu sein, war nicht ohne Probleme zu bewältigen. Um die Betreuung der Kinder gut zu gewährleisten musste diese auf ihre Arbeitszeiten abgestimmt werden, zudem musste sie lernen dass sie gewisse organisatorische Vorbereitungen treffen müsste. Z.B. wurde vereinbart dass für die Mädchen jeden Tag die entsprechend benötigte Kleidung herausgelegt werden müsste.

Mit viel Geduld versuchen wir ihr mit den neuen Aufgaben zu helfen und erstellen ein sorgfältig auf ihre Familiensituation abgestimmtes Programm. Auch schaffte sie es sehr oft nicht die Kinder zum vereinbarten Termin abzuholen.

Auch die Mädchen leideten darunter dass ihre Mutter eine gewisse Unverlässlichkeit an den Tag legte. Immer wieder fragen sie: „Warum ist Mama noch nicht da?“ Das neue Leben in der Arbeitswelt schien so verlockend zu sein, dass Simona dabei fast alle ihre Pflichten als Mutter vernachlässigte.

Nach einigen Monaten, vielen Komplikationen, Gesprächen und vielen neuen Chancen wurde entschlossen, dass Simona nicht mehr länger im Mutter-Kind-Zentrum bleiben könne. Da sie der Meinung war, sie könnte nicht für ihre Kinder sorgen wurden alle drei Mädchen in einem Krisenzentrum in Arad untergebracht. Dort waren sie sehr erstaunt, da normalerweise das Jugendamt die Kinder bringt und nicht die eigenen Mütter. Simona nahm sich eine kleine Wohnung in Arad, wo sie nun alleine lebt, ohne ihre Töchter. Sie glaubt sie könnte ihre Kinder jederzeit wieder zurückbekommen, aber so einfach wie sie sich das Vorstellt ist es nicht. Die Frage ist eher ob sie die Mädchen überhaupt noch zurück haben will.

Bitte denkt im Gebet speziell an die drei Mädchen, Diana, Emanuela und Martha, für die ihre Welt zusammengebrochen ist, weil ihre Mutter sie so einfach weggegeben hat.